Bergmannsverein "Glück Auf" Roßleben e.V.


 

Aufnahme im EBBG SondershausenSchwerlasttransportfahrzeug (STF)

Das im Kalibergbau der DDR eingesetzte Schwerlasttransportfahrzeug ist ein luftbereites Vierradfahrzeug. Motorwagen und Muldenwagen sind durch ein Knickgelenk miteinander verbunden, welches Verdrehungen der beiden Teile geheneinander zuläßt. Alle vier Räder sind starr gelagert. Großvolumige Reifen gewährleisten eine gewisse Federung. Schingungsisolierende Fahrersitze, die entsprechend der Gewichtskraft des Fahrers eingestellt werden, schützen die Fahrer der Schwerlastransportfahrzeuge vor Ganzkörperschäden durch mechanische Schwingungen.

Der Antrieb des Fahrzeuges erfolgt durch einen Sechs-Zylinder-Reihen-Dieselmotor, der seine Leistung über einen Drehmomentenwandler, ein Lastschaltgetriebe auf die Achse des Motorwagens überrägt. Das hydrodynamische Bauteil innerhalb des Kraftflusses ermöglicht ein stoß- und ruckfreies Anfahren, schützt den Motor vor den rasch wechselnden Belastungen und verhindert ein "Abwürgen" des Motors durch Überlastung oder falsche Bedienung.

Die Lenkung des STF ist vollhydraulisch und erfolgt mittels zweier Lenkzylinder. Die Hydraulikanlage besitzt nur einen Kreislauf. Dieser ist hauptsächlich für die Lenkung bestimmt. Durch Umschalten des Ölstromes wird der Hydraulikzylinder mit Teleskopkolben zum Hochfahren der Mulde bedient.


Die pneumatische Bremsanlage wird auf alle Räder. Die Bremsen werden mechanisch betätigt. Die Bremsnockenwellen werden durch druckluftbeaufschlagte Federspeicherbremszylinder verdreht. Zusätzlich zu dieser Bremse hat das Fahrzeug eine Wirbelstrombremse (Thelmabremse), die auf das Getriebe wirkt. Sie gewährleistet erhöhte Sicherheit für die Lastfahrten auf Gefällestrecken.

Die Kippmulde des STF ist in drei Punkten gelagert - am Rahmenende sowie auf dem Hydraulikzylinder. Dieser hebt die Mulde beim Kippen bis zu einem Winkel von 60° an. Beim Kippvorgang wird die Muldenklappe automatisch geöffnet.

 

 

Aufgrund seines günstigen Totlast-Nutzlast-Verhältnisses hat sich das STF für Förderweglängen bis etwa 1.500m bewährt.

Die Beladung kann über Rollöcher, Bunkerabzüge, durch Frässcheiben-, Hummerscherenlader oder Tiefschaufellader (LTF) erfolgen.

 

 

Technische Daten:

Fassungsvermögen: 7 ... 14 m²

Nutzmasse: 21 Tonnen

Leermasse: 14 Tonnen

Wendekreis-Durchmesser: 18 m

maximale Steigfähigkeit: 14,5%

maximale Fahrgeschwindigkeit: 36 km/h

Motorleistung: 119 kW

Bauhöhe: 2 ... 2,25 m

 

 

Das Bild des STF wurde im EBBG-Sondershausen aufgenommen. 
Mit Erlaubnis und freundlicher Unterstützung des Geschäftsführers des Erlebnisbergwerkes  Sondershausen (EBBG), Herrn Dr. Springer, dürfen wir diese Aufnahme unter Beachtung des Urheberrechtes für den Zweck zur Darstellung unseres Vereines veröffentlichen. 

 

 

 

  

 


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